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Sprach- und Kulturwissenschaft der romanischen Sprachen / Hispanistik

Im Lehrgebiet Romanische Sprach- und Kulturwissenschaft werden die historischen und gegenwärtigen Strukturen der romanischen Sprachen, insbesondere des Spanischen, in den entsprechenden regionalen, sozialen und funktionalen Kontexten erforscht.

In der Lehre, die sowohl den heute in der Romanischen Sprachwissenschaft relevanten als auch den an die Tradition des Faches anknüpfenden Paradigmen verpflichtet ist, wird ein breites Spektrum an Themen aus zentralen Bereichen der allgemeinen, romanischen und spanischen Sprachwissenschaft zur Sprachgeschichte, Systemlinguistik sowie Varietätenlinguistik angeboten. Die Sprachgeschichte erforscht den Einfluss des politischen und gesellschaftlichen Umfelds auf eine Sprache, wobei im Fall des Kastilischen/Spanischen seine Expansion vom Mittelalter bis zur Gegenwart ein besonderes Interesse beansprucht. Gegenstand der Systemlinguistik sind die strukturellen Eigenschaften einer Sprache (Lautung, Grammatik, Wortschatz). Die Varietätenlinguistik untersucht Sprachvariation, die sich insbesondere in drei miteinander eng verflochtenen Dimensionen vollzieht: der regionalen (Dialektologie, Migrationslinguistik), der gesellschaftlichen (Soziolinguistik) und der situativen (Registerlinguistik, Stilistik). Gerade die Beschäftigung mit ihren regionalen Varianten nimmt angesichts der ungewöhnlichen Verbreitung und der stetig wachsenden Bedeutung der Weltsprache Spanisch einen zentralen Platz ein. Die Lehre erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Literaturwissenschaft und der Fachdidaktik, was sich u.a. in gemeinsamen Lehrveranstaltungen widerspiegelt. 

Forschungsschwerpunkte des Lehrgebiets sind:

  • Metasprachlicher Diskurs in Regionen der europäischen Romania, Lateinamerika und Frankokanada vom 19. bis zum 21. Jahrhundert 
  • Sprachbewusstsein und Sprachpolitik
  • Sprachgeschichte der romanischen Sprachen, insbesondere des Spanischen
  • Namenforschung
  • Syntax, Semantik und Lexikologie des Spanischen, des Französischen und des Italienischen 
  • Historische Linguistik der romanischen Sprachen, insbesondere des Französischen und des Italienischen
  • Diskursanalyse
  • Sprachphilosophie

Die Abteilung Romanische Sprach- und Kulturwissenschaft beteiligt sich am interdisziplinären Forschungsschwerpunkt Transformation Studies der Philosophischen Fakultät in Zusammenarbeit mit dem Bereich Geschichte Lateinamerikas und der Karibik des Historischen Seminars, dem Institut für Soziologie sowie dem Englischen Seminar.

Mitglieder des Lehrgebiets Romanische Sprach- und Kulturwissenschaft geben die Schriftenreihen Romanistische Linguistik (Klaus Hölker beim LIT-Verlag) und Mittelalter und Renaissance in der Romania (Lidia Becker beim Peter Lang Verlag) heraus.